Millionenfach E-Mailkonten geknackt!

Millionenfach E-Mailkonten geknackt!

Das BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) warnt: Betrüger haben 16 Millionen E-Mailkonten in Deutschland und Österreich geknackt. Ob Ihres auch dabei ist, können Sie jetzt testen! Was ist genau passiert?

Datendiebe haben 16 Millionen E-Mail-Adressen herausbekommen und besitzen auch die Passwörter. Es handelt sich also um einen richtig großen Fall von Datendiebstahl. Damit haben die Betrüger Zugriff auf Emailkonten, und wer Passwort und Mailadresse auch für andere Dienste nutzt, ist auch dort nicht mehr sicher. Entdeckt haben den Datenklau Forscher und Ermittler in kriminellen Onlinenetzwerken (sog. Botnetzen). Das sind Netzwerke gekaperter Computer, die oft ohne das Wissen der Nutzer mit Schadsoftware infiziert wurden. Kriminelle benutzen diese Rechner z.B., um massenhaft ungewollte E-Mails zu versenden.

So finde ich heraus, ob ich betroffen bin!

Die Bundesbehörde bietet einen Test an. Den gibt es auf der Internetseite www.sicherheitstest.bsi.de. Dort gibt man einfach seine E-Mail-Adresse ein. Das BSI vergleicht die Adresse mit den Millionen geklauten Daten. Bekommt man eine Mail, heißt das, das E-Mailkonto wurde gehackt. Allerdings kann die Seite zeitweise überlastet sein. Kommt man durch, bekommt man zur Sicherheit einen vierstelligen Prüfcode angezeigt. Bekommt man keine E-Mail vom BSI, ist das Konto sicher.
 
Wenn ich meine E-Mailadresse nicht preisgeben will?

Es gibt viele kritische Nutzer, die in den Zeiten des NSA-Skandals dem BSI keine E-Mailadresse angeben wollen. Gehören Sie dazu, können Sie zur Sicherheit einfach Ihr E-Mailpasswort ändern. Am besten sollten Sie nie dasselbe Passwort für mehrere Dienste verwenden. Denken Sie sich ein Passwort aus, das Groß- und Kleinbuchstaben und Ziffern enthält.