The Irish Folk Festival

The Irish Folk Festival

In der langen Geschichte des Irish Folk Festivals kamen die Künstler Jahr für Jahr aus allen Ecken Irlands – also immer quer Beet aus allen 36 Grafschaften der vier Provinzen. Dieses Jahr sucht das IFF eine neue Perspektive und nimmt die nördlichste Provinz unter die Lupe. Ulster bzw. Nordirland wurde in den letzten Jahrzehnten leider eher mit negativen Schlagzeilen in Verbindung gebracht. Höchste Zeit also, dass sich da was ändert. Und das tut es auch!

The Irish Folk Festival am Donnerstag, 22. Oktober im Konzerthaus in Ravensburg!

Daher will das Irish Folk Festival die Nordlichter auf ihrem mutig eingeschlagenen Weg der Versöhnung unterstützen und ihnen einen Monat lang die Bretter, die die Welt bedeuten, für ihre positive Botschaft zur Verfügung stellen. Aber auch ohne diese kulturpolitische Dimension wäre es angemessen die Tour „Northern Lights“ zu nennen. Nur in Nordirland kann man in klaren Nächten das Nordlicht am Himmel flackern sehen. So rar das Nordlicht in Irland zu sehen ist, so rar ist auch die aus Nordirland kommende Musik. Wegen der sogenannten „Troubles“ haben viele Touristen und sogar Süd-Iren den Norden lange gemieden. Gerade deshalb hat sich dort die irische Musik besonders pur erhalten. Die Northern Lights Tour wirft ein Spotlight auf eine bisher sehr unterbeleuchtete, aber spannende Seite irischer Kultur.

Auf der Tour mit dabei ist Barry Kerr und er ist ein Universalgenie. Er ist Multiinstrumentalist, der meisterhaft Gitarre, Uillean Pipes, Whistles und Flute spielt. Auch ist er Maler mit einer ganz eigenen Handschrift. Seine Bilder werden im Rahmen des Festivals mit seiner Musik präsentiert und dienen als Bühnenbild. Ebenfalls mit von der Partie ist Gráinne Holland mit ihrer Band. Die junge Frau mit den dunklen Haaren und dem verträumten Blick singt ausschließlich auf Gälisch und das ist für eine Sängerin aus dem urbanen Belfast eher ungewöhlich.

Die Armagh Rhymers ist eine Volkstheater Gruppe und die Darsteller, genannt Mummers, tragen aus Weidezweigen kunstvoll gefertigte Masken. Sie vollführen einen Riesen-Hokuspokus, der den Anwesenden unter die Haut geht. Denn sie setzen Scat-ähnlichen Sprechgesang ein, lärmen mit Rasseln, bimmeln mit Schellen und spielen auf ihren Instrumenten. Es gibt aber auch mystische und spirituelle Elemente, die auf über zweitausend Jahre alte Bräuche zurückgehen. Da wirken die Mummers wie keltische Schamane und Voodoo-Priester. Die Armagh Rhymers die einzige professionelle Grupe in ganz Irland. Die letzten im Bunde sind die „The Rapparees“, die in Irland Wegelagerer und Gesetzlose genannt werden. Die Bezeichnung ist aber durchaus positiv gemeint, sie sind die Gesellen à la Robin Hood. Gemäß ihrem Bandnamen agieren die fünf jungen Iren als musikalische Freibeuter, die gleich mehrere Stile plündern und diese Mischung zum Besten geben. Sie sind exzellente Sänger, die hervorragend harmonieren. Diese vokale Wucht reißt mit. Das Quintett ist eindeutig im „Sturm und Drang“ Spektrum der Folkszene anzusiedeln.

Sie dürfen sich also auf eine tolle musikalische Reise quer durch Nordirland freuen. Alle Informationen bekommen Sie hier und die Tickets bekommen Sie unter www.reservix.de!

Wann: Donnerstag, 22. Oktober 2015
Wo: Konzerthaus Ravensburg
Beginn: 20.00 Uhr

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