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Von Küsschen bis Zunge-raus-strecken – Wie begrüßt man sich weltweit?

Pärchen-Kuss-Pixabay

Wie heißt es nochmal so schön? Ach ja: Andere Länder – andere Sitten. Diese kleine aber feine Lebensweisheit lässt sich unter anderem auch auf die verschiedenen Begrüßungsrituale, die es in den verschiedenen Regionen der Welt gibt, übertragen. Nicht überall ist man „so brav“ wie bei uns und gibt sich die Hand. Jedes Land hat eine andere Kultur, zu dieser gehören nicht nur die volkstümliche Kleidung, alteingesessene Traditionen und örtliche Speisegewohnheiten, sondern auch die Art der Begrüßung.

Weltweit gibt es unzählbar viele Rituale zur Begrüßung – kein Wunder also, dass man dabei als Laie schnell den Überblick verlieren kann. In manchen Gegenden der Welt gehört es zur guten Sitte, sich auf eine bestimmte Art und Weise zu grüßen. Zu den weltweit unterschiedlichen Sitten und Gebräuchen kommt auch noch dazu, dass man sich nicht nur in verschiedenen Ländern und Gegenden anders grüßt – auch die verschiedenen Menschen in einer Gegend grüßen sich unterschiedlich: Jugendliche grüßen sich anders als Kinder und Erwachsene grüßen sich auch anders als Senioren. Das erklärt zumindest teilweise die große Vielfalt, wenn es um das Begrüßen anderer geht.

Unter den Begrüßungen, die weltweit Gang und Gebe sind, finden sich auch ein paar ganz schön verrückte: Hättet ihr zum Beispiel gewusst, dass man in Tibet seinem Gegenüber zur Begrüßung die Zunge rausstreckt? Wir haben hier für euch die unterschiedlichen Arten der Begrüßung in einem kleinen Überblick zusammengefasst.

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Frankreich

Die Franzosen geben sich zum Gruß nicht nur die Hand, auch zwei Küsse auf die Wange dürfen nicht fehlen. Bei dieser Art der Begrüßung muss beachtet werden, dass man von rechts beginnt, der Kuss ist zudem nur ganz leicht gehaucht – und kein feuchter Schmatzer. Von Region zu Region unterscheidet sich die Anzahl der Küsschen – oft werden bis zu vier gegeben.

Russland

Der sogenannte „Russische Bruderkuss“ funktioniert folgendermaßen: Ein Küsschen links, anschließend ein Küsschen rechts und zu guter Letzt ein Kuss auf den Mund. Aber Achtung! Diese Begrüßung kommt wirklich nur im engsten Kreise vor – und auch nur unter Männern.

Spanien

In Spanien ist es üblich sich ausgiebig zu begrüßen: Der Händedruck wird dabei nur unter Männern verwendet. Üblich ist ansonsten ein doppelter Kuss: erst ein Küsschen auf die linke, dann eins auf die rechte Wange. Aber niemals einen richtigen Kuss geben – eine angedeutete Geste genügt.

Polen

Wundert euch nicht, wenn ihr von polnischen Bekannten zur Begrüßung geküsst werdet: Drei Küsschen, die auf die Wange gehaucht werden, sind hier üblich. Meist aber nur unter Frauen, Männer geben sich wie bei uns die Hand.

Neuseeland

Die Maori, die Ureinwohner Neuseelands, begrüßen sich indem sie die Köpfe eng zusammenführen, um so den Atem des anderen zu spüren. Nase und Stirn berühren sich dabei. Das symbolisiert den ersten Lebensatem zwischen zwei Fremden.

Polynesien

Zur Begrüßung werden dort die Hände der anderen Person genommen. Anschließend streichelt man mit diesen übers eigene Gesicht. Aber Achtung! So begrüßt man sich eher nur im privaten Bereich.

Hawaii

In Hawaii grüßt man sich mit dem Shaka-Gruß. Das ist ein typischer Surfergruß, bei dem man eine Faust macht. Nur der kleine Finger und der Daumen sind ausgestreckt. Die Geste heißt so viel wie „bleib locker“ und ist Ausdruck der Hawaiianischen Lebenseinstellung.

Tibet

Die tibetanische Begrüßung mutet etwas exotisch an: Hier werden sich nämlich gegenseitig die Zungen gezeigt. Man beweist damit, dass man nicht zum Bösen gehört, denn laut dem dortigen Glauben hat der Teufel eine schwarze Zunge.

Kongo

Wer in den Kongo reist, wird im ersten Moment etwas überrascht über die dortigen Sitten sein: Im Kongo klatscht man zur Begrüßung laut in die Hände und stößt sich dann mit dem Ellenbogen leicht in die Rippen.

Naher Osten

„Namaste“ bedeutet übersetzt so viel wie „Ich verbeuge mich vor Dir!“. Beim traditionellen Gruß im Nahen Osten werden die Handflächen aneinander gelegt und in Brusthöhe gehoben. Auch das leichte Neigen des Kopfes darf nicht fehlen. Je nach sozialem Stand oder Anlass werden die Hände dabei höher gehoben.