Wenn Pollen zur Qual werden

Wenn Pollen zur Qual werden

In diesen Tagen gehts wieder los. Rote verschwollene Augen, triefende Nasen und nassgenieste Taschentücher haben wieder Hochsaison. Jahr für Jahr betrifft die Pollenallergie und der Heuschnupfen zirka 15 Millionen Menschen. Dabei können die Allergien nicht nur lästig sonder auch teilweise gefährlich werden. Wir haben für Sie die besten Tipps zusammengestellt, wie Sie das Leiden lindern oder vielleicht sogar vermeiden können.

Die besten Tipps gegen Pollenallergie und Heuschnupfen:

  • Was tun bei Niesen, schnupfen und geschwollenen Augenlidern?

Sobald die Pollen richtig fliegen hilft eine tägliche Nasenspülung mit Salzwasser. Dazu lösen Sie einen Teelöffel gewöhnliches Kochsalz in einem Viertelliter lauwarmem Wasser auf. Die Lösung in der Nase hochziehen. Das spült die Pollen aus, desinfiziert die Nasenschleimhaut, stärkt sie gegen Pollen.

Sie werden den Juck- und Niesreiz in der Nase nicht los? Dann ist es gut, wenn Sie dreimal täglich je fünf Globuli Sabadilla D6 einnehmen.

Bei ausgetrockneten Schleimhäuten (Nährboden für Bakterien und Viren) sollten Sie 3 x täglich eine Nasensalbe mit dem Wirkstoff Dexpanthenol einreiben.

  • Was tun bei Kopfschmerzen?

Sehr oft führt eine Pollenallergie zu starken Spannungskopfschmerzen. Eine schnelle Linderung bringt ein einfacher kalter Gesichtsguss. Der Kälteschock regt über die Rezeptoren den Stoffwechsel an, bringt den Kreislauf in Schwung und löst die Spannungen im Kopf.

Sehr hilfreich ist es auch, wenn Sie zwei Tropfen Pfefferminzöl oder asiatischen Tiger Balm auf Schläfen, Über der Nasenwurzel und im Nacken kreisförmig verreiben oder Sie feuchten einen Lappen mit kaltem Wasser an und legen ihn für etwa fünf Minuten in den Nacken.

  • So gehen Sie mental gegen den Stress an:

Stress ist Mitauslöser und Verstärker von Heuschnupfen. Das hat man bei ca. 30% der Pollenallergiker festgestellt. Dagegen können Sie mit Yoga, Medidationstechniken oder autogenem Training angehen. Dadurch wird das vegetative Nervensystem beruhigt, das für die gefährliche Hystaminausschüttung verantwortlich ist.

  • Was tun bei Problemen mit den Augen?

Wenn die Pollenflugallergie auf die Augen übergegriffen hat, wenn Sie zuschwellen, ständig tränen oder sich gar entzünden, dann hilft Augentrostkraut. Zwei Teelöffel mit 0.3 Liter Wasser aufgießen und kochen, fünf Minuten ziehen lassen. Ein Tuch oder Wattebäusche mit dem abgekühlten Aufguß tränken und ca. eine Viertelstunde auf die geschlossenen Augenlider legen.

Bei verschwollenen Augen hilft sehr oft eine mit Gel gefüllte Kühlbrille.

Natürlich können Sie auch homöopathisch vorgehen: Ständiger Tränenfluss und daraus resultierende Atembeschwerden werden durch die Einnahme von Galphimia glauca D6 gelindert.

  • So können Ihnen Pflanzenkuren helfen:

Sie können gegen Ihre Pollenallergie auch mit Pflanzenheilmittel vorgehen. So eine Kur stärkt das Immunsystem, die Mineralstoffe und Enzyme helfen beim Vermeiden der zu starken Hystamin-Ausschüttung.

Sehr gut eignet sich dafür Aloe vera-Saft. Denn der ist besonders reich an den richtigen Vitalstoffen. Nehmen Sie über vier Woche hinweg 0.2 Liter am Tag.

Auch mit Taigawurzelkapseln und Echinacea lassen sich gute Erfolge erzielen. Die dienen vor allem der Vorbeugung, weil sie unsere Abwehrkräfte aufbauen.

  • Sauna, Vitamine und Wechselbäder sind empfehlenswert:

Saune ist für unser Immunsystem durch den Kalt-Warmwechsel ein gutes Training. Also, auch jetzt saunieren, obwohl es draußen warm geworden ist.

Vitaminreiche Kost ist ein absolutes Muß, wenn Sie gegen Ihre Allergie ankämpfen wollen. Besonders Vitamin C muß in verstärktem Maße zugeführt werden. Nehmen Sie unbedingt rohes Sauerkraut, Paprika, Tomaten und Grapefruit in Ihr Nahrungsprogramm auf.

Sehr gut sind auch Wechselduschen am Morgen: Kalt – lauwarm – kalt sollte die Reihenfolge sein. Danach nicht abtrocknen, sondern an der Luft trocken werden.

Ein schnelles Armbad zwischendurch hilft Ihnen ebenfalls: Füllen Sie das Waschbecken mit kaltem Wasser und legen Sie Ihre Arme abwechselnd (fünfmal) für etwa eine halbe Minute in das Wasser.

  • Soforthilfe bei Müdigkeit und Schlappheit:

Eine Pollenallergie schwächt, macht müde und lähmt die Konzentrationsfähigkeit: Wir können einfach nicht unsere volle Leistung bringen. Um die Auswirkungen der Allergie auf Ihre Gedächtnisleistung zu mindern, sollten Sie ein bis drei Tropfen Fichtennadel- oder Basilikumöl in eine Duftlampe geben.

Die Heilkräfte des Gingkobaumes können bei Allergien ebenfalls genutzt werden. Gingkotabletten stärken die Durchblutung des Gehirns, das verbessert die Konzentration und vertreibt die geistige Müdigkeit.

Auch Ginseng kann helfen, weil er den Körper anregt und den gesamten Organismus auf Trab bringt. Ein Stück Ginseng (ca. 3 Gramm) in einen Liter gekochtes Wasser legen, ziehen lasen und über den Tag verteilt trinken.

  • So gehen Sie Pollen aus dem Weg:

Schließen Sie bei starkem Pollenflug nachts die Fenster.

Nutzen Sie die Zeit nach einem starken Regenguß für Arbeiten im Freien: Dann ist die Luft von Pollen gereinigt.

Benutzen Sie zur Kühlung Ihrer Räume keinen Ventilator: Der wirbelt die Pollen nur auf und verteilt sie im Raum.

Waschen Sie Ihre Haare vor dem Schlafengehen. Das sind Polllenfänger, die setzen die Allergieerreger nachts ab und Sie atmen sie ein.

Legen Sie Ihre Kleidung nachts nicht im Schlafzimmer ab.

Wenn Sie sich bei Pollenflug im Freien betätigen oder Sport treiben, sollten Sie immer durch die Nase und nie durch den Mund einatmen. Die Nasenhaare sind wie ein Filter, der Pollen abfängt.

Machen Sie zur Pollenzeit Urlaub am Meer oder im Hochgebirge.

  • Hilfe wenn’s juckt:

Bis zu dreimal am Tag mit Halicar-Salbe und den darin enthaltenen Wirkstoffen der Ballonrebe eincremen. Das stoppt den allergischen Juckreiz.

Zinnkraut enthält Kieselsäure. Die fördert de Zellerneuerung und bindet Feuchtigkeit in der Haut. Kochen Sie zwei Handvoll Kraut in zwei Liter Wasser zehn Minuten lang. Dann abseihen, den Sud in den Kühlschrank stellen bis er zwischen zehn und 15 Grad kalt ist. Tränken Sie eine Mullbinde mit dem Sud und umwickeln Sie damit die juckenden Stellen.

Auch Umschläge mit Essigzusatz (ein Esslöffel auf einen Liter Wasser) lindern den Juckreiz.