„Wir werden in zwei Jahren mit unseren Radiospots reden können“

Joachim Feher © RMS Austria

„Wir werden in zwei Jahren mit unseren Radiospots reden können“

RMS Austria-Chef Joachim Feher berichtet im Interview mit Leadersnet, einem renommierten Nachrichtenportal, über das „robuste Medium Radio“, warum wir in zwei Jahren mit unseren Radiospots reden können und es zukünftig nicht mehr „Mobile First“ sondern „Voice First“ heißen wird.

Heutzutage wird so viel Radio gehört wie noch nie zuvor. Warum? Sehr viele Leute stehen nach wie vor in der Früh auf und schalten als erstes das Radio ein, um zu hören, ob die Welt noch steht. Diese gesicherte Information, dass kuratierte Nachrichten gehört werden, gewinnt in einer Zeit, in der Fake-News eine große Rolle spielen, immer mehr an Bedeutung. Die Kombination aus Information und Service ist ausschlaggebend für den lokalen Erfolg eines Radiosenders. Die Leute wollen beispielsweise wissen, ob es auf dem Weg zur Arbeit staut oder ob sie für den Nachmittag einen Regenschirm brauchen. Ein weiterer wichtiger Punkt für den nach wie vor anhaltenden Erfolg des Radios ist Mobilität. Radio ist das mobilste Medium von allen und hat seit jeher die größte Außer-Haus-Nutzung. Nicht nur mittels Autoradio hören tausende Menschen täglich Radio, sondern auch via Smartphone. Durch die stetige Weiterentwicklung von Podcast und zahlreiche anderen Dinge, zeigt sich das Medium Radio auch nach rund 100 Jahren noch immer robust und vielseitig.

 

Voice First statt Mobile First

Feher glaubt, dass es in Zukunft nicht mehr „Mobile First“ sondern „Voice First“ heißen wird. Immer mehr Haushalte sind mit Zero-Screen-Devices, Alexas, GoogleHomes und Cos ausgestattet, die mittels Spracheingabe funktionieren. Die Spracheingabe hat gegenüber allen anderen Eingabemethoden wahnsinnig viele Vorteile. Nicht nur, dass wir fünfmal so schnell sprechen können, wie schreiben – so ein Gerät wird von jeder Generation intuitiv bedient und gestaltet die Handhabung daher einfach und schnell.

Feher hinterfragt aber auch das Thema Steuerung und Empfehlung, das sich durch die VoiceControl-Technologie ändern wird. Die meisten Menschen schauen sich bei den Google-Suchergebnissen nur die erste Seite mit den mindestens zwölf Empfehlungen an. Bei Alexa oder Siri wird hingegen nur eine einzige Empfehlung gegeben. Doch wie kommt diese zustande und wer entscheidet, welche Nachrichten in den Medien erscheinen? Daher gilt es, die Funktion des Gatekeepers, die die großen globalen Player haben, kritisch zu hinterfragen. Aus diesem Grund wird es zukünftig für Unternehmen immer wichtiger, mehr in Markenpflege zu investieren, damit die Leute aktiv im Bestellprozess sagen, ich möchte die Marke A, damit Alexa und Co somit Marke A bestellt.

Eine fantastische Zukunftsaussicht für alle klassischen Medien, welche zu einer noch größeren Reichweite führen könnte. „Wir können aber aufgrund der Digitalisierung und der neuen Verbreitungswege auch in den weiteren Steps der Costumer Journey eine Rolle spielen, weil wir etwa im Streamingbereich super targeten können. Radiosender sind prädestiniert dafür, ganz viel über ihre Hörer zu wissen. Die Hörer geben gerne ihre Daten preis. Kein anderes Medium ist so erfolgreich in der Mobilisierung seiner Konsumenten bei Gewinnspielen und Events vor Ort“, betont Joachim Feher. „Das gibt uns die Chance, beispielsweise in Evaluierungs- und Triggerphasen eine große Rolle zu spielen. Hören hat ja keinen Klick-Button, also muss man das anders lösen und zwar mit VoiceControl. Das bedeutet, dass wir in zwei Jahren mit unseren Radiospots reden werden können, indem man beispielsweise sagt „Navigiere mich zur nächsten Filiale“ oder „Setze mir das Produkt auf die Einkaufsliste.“

 

Gerade in der heutigen, sehr schnelllebigen Zeit hat das Medium Radio einen sehr hohen Stellenwert, den es ist das Begleitmedium schlechthinweg. Ob bei der Arbeit, im Auto oder Zuhause – Radio ist zu jeder Zeit und überall verfügbar.  Radio hat es extrem gut geschafft, generationsübergreifend relevant zu sein. Radio ist für 17-jährige genauso ein Thema wie für 64-jährige. Und durch die stetige Weiterentwicklung durch neue innovative Ideen wird auch zukünftig Ihre Werbebotschaft perfekt in Szene gesetzt.