ANTENNE VORARLBERG
Mehr Musik! Mehr Vielfalt!
Gemeinde Bartholomäberg
„Man sagt nicht umsonst, dass Bartholomäberg DER Sonnenbalkon schlechthin ist!“, ist Hörerin Caroline über ihre Heimat begeistert. „Mein absoluter Lieblingsort hier ist der Rellseck. Ob mit dem Fahrrad oder zu Fuß – man entdeckt immer etwas Neues“, schwärmt sie. „Auch eine Wanderung zum Fritzensee ist empfehlenswert!“, empfiehlt uns Florian. Und auch Mia hat uns einen Tipp: „Von hier aus hat man eine Traumaussicht – ich empfehle jedem einmal herzukommen! Außerdem haben wir unzählige Wandermöglichkeiten,“ erklärt sie.
Sonne, Berge und Weite – so lässt sich unsere Gemeinde der Woche perfekt zusammenfassen. Und tatsächlich: Wer hier ankommt, merkt schnell, warum sich die Menschen im „Sonnenbalkon des Montafons“ so wohlfühlen. Auf rund 1.100 Metern Seehöhe öffnet sich der Blick weit hinaus – Richtung Rätikon, Richtung Verwall, auf die Zimba und die Drei Türme. Bürgermeister Martin Vallaster bringt es auf den Punkt: „Es ist wirklich paradiesisch. Wenn im Rheintal der Nebel hängt, gehen wir hier oben im T-Shirt spazieren.“
Was Bartholomäberg so besonders macht, ist nicht nur die Lage, sondern auch die Ursprünglichkeit. Zwischen Wiesen und Wäldern liegen über 150 Maisäße verstreut – kleine, historische Bergbauernhütten, die noch heute liebevoll gepflegt werden. „Die Maisäße sind ein Stück Identität“, sagt Vallaster. „Früher waren sie ab dem Monat Mai zweite Heimat der Familien. Ohne Strom, mit Holzherd, mit Kerze auf dem Tisch – einfach, aber wunderschön.“
Einer, der diese Tradition lebt, ist Joseph Keßler. Sein Maisäß oberhalb von Bartholomäberg hat Geschichte – und Seele. „Die Maisäß-Zeit war immer eine schöne Zeit,“ erzählt er. „Kein Fernseher, kein Lärm – nur die Natur, die Ruhe und der Klang der Kuhglocken.“ Heute kommen Gäste aus ganz Deutschland, um genau das zu erleben. „Die wollen die Stille, den Duft von Heu, das einfache Leben – das, was man sonst nirgends mehr findet.“
Tief verwurzelt ist auch Esther Bitschnau, die neue Landesbäuerin für ganz Vorarlberg. Sie kennt das Leben am Land – mit all seinen Herausforderungen, aber auch mit seiner Kraft. „Mir ist wichtig, dass die Stimmen der Frauen gehört werden – ihre Bedürfnisse, ihre Sorgen, ihre Freude am Hofleben,“ sagt sie. Als Landesbäuerin will sie Brücken bauen – zwischen Tradition und Zukunft. „Wir müssen dranbleiben, gemeinsam für die Landwirtschaft schaffen. Es geht nicht um Frauen oder Männer, groß oder klein – es geht um das Miteinander.“
Neben ihrer Arbeit im Verband liegt ihr besonders die „Schule am Bauernhof“ am Herzen. Auf ihrem Hof in Bartholomäberg empfängt sie regelmäßig Kinder, um ihnen
Landwirtschaft hautnah zu zeigen. „Jedes Kind soll einmal auf einem Bauernhof gewesen sein,“ sagt sie. „Sie sollen sehen, woher ihr Essen kommt, die Tiere erleben, den Kreislauf der Natur begreifen.“ Bitschnau war früher Kindergärtnerin, und vielleicht ist es genau dieser pädagogische Blick, der ihre Begeisterung spürbar macht: „Wenn Kinder im Frühling beim Zäunen helfen und im Herbst die Erdäpfel ernten, dann sehen sie, was Arbeit bedeutet – aber auch, wie viel Freude sie machen kann.“ Und wenn die Kinder am Ende mit leuchtenden Augen die Hasen streicheln, weiß sie: „Genau das brauchen wir – mehr Berührung, mehr Bodenhaftung, mehr Herz."
Dass in Bartholomäberg Tradition und Zukunft harmonisch zusammenfinden, zeigt sich auch im neuen „Platz der Generationen“. „Wir wollten einen Ort schaffen, wo Jung und Alt sich begegnen,“ sagt Bürgermeister Vallaster stolz. Zwischen Spielplatz, Pflegeheim und Schule ist mitten im Dorf ein Platz entstanden, der Menschen verbindet – und zugleich Raum für Kultur bietet. „Ein Konzert mit Blick auf die Drei Türme – das ist einzigartig.“
Und was wünschen sich die Bartholomäberger für die Zukunft? Vallaster schmunzelt: „Eigentlich, dass es so bleibt, wie es ist – ruhig, sonnig, lebenswert. Vielleicht mit noch ein bisschen mehr Platz für Begegnung.“
Bartholomäberg – ein Ort, der zeigt, wie eng Natur, Geschichte und Gemeinschaft verwoben sein können. Ein Stück Montafoner Seele, das man spürt, sobald man da ist.
Die Gemeinde der Woche: Bartholomäberg ist geil weil...
Die Gemeinde der Woche: Landesweit bekannt: die Maisäße in Bartholomäberg
Die Gemeinde der Woche: Zu Besuch auf dem Maisäß
Die Gemeinde der Woche: Ihr meldet euch aus Bartholomäberg
Die Gemeinde der Woche: Landesbäuerin Esther Bitschnau und ihr Hof in Bartholomäberg
Die Gemeinde der Woche: Schule am Bauerhof in Bartholomäberg
Die Gemeinde der Woche: Interview mit Bürgermeister Martin Vallaster
Die Gemeinde der Woche: Chiara meldet sich aus Bartholomäberg
Das könnte Dich auch interessieren