ANTENNE VORARLBERG
Mehr Musik! Mehr Vielfalt!
Die Stadt der Woche: Dornbirn
"Ich habe schon im Silicon Valley, in Shanghai, in Dortmund oder in der Schweiz gewohnt – aber nichts ist vergleichbar mit Dornbirn,” mit diesem Satz macht uns Hörer Roland beinahe sprachlos. “Wir haben hier alles, was wir brauchen: Natur, Stadt, reine Luft und die Nähe zum See und den Bergen - warum sollte man nicht in Dornbirn leben frage ich euch?”, stellt er uns noch eine Gegenfrage. Auch Christoph arbeitet als Stadtbusfahrer in der Messestadt und liebt es: “Ich fahre oft nach Kehlegg rauf, dort hat man einen wunderbaren Ausblick über die ganze Stadt – ich liebe es,” erzählt er uns. “Allein der schöne Marktplatz, die Shoppingmöglichkeiten oder dass man sofort am Bödele oben ist – ist schon richtig toll,” erklärt uns die gebürtige Dornbirnerin Sabine. “Wir lieben es mit den Kindern hier. Ein Besuch in der Inatura ist immer Pflicht,” schwärmt Andreas. “Wer war denn nicht schon mal auf der Messe in Dornbirn und hat mit einem Mohrenbier in der Hand ein ‘Messehennile’ gegessen?”, fragt uns Timo schmunzelnd. Wir merken sofort: Dornbirn hat vieles zu bieten. Sich rauszusuchen, was DAS eine Besondere ist, wird schwierig.
Dornbirn – die größte Stadt Vorarlbergs und für viele die „heimliche Landeshauptstadt“. Wer einmal hier war, spürt sofort diese Mischung aus Urbanität, Lebensfreude und Nähe zur Natur. Zwischen Karren und Bödele, Marktplatz und Rappenlochschlucht, modernem Stadtleben und traditioneller Gemütlichkeit – Dornbirn ist vieles in einem. Eine Stadt, in der man sich „richtig wohlfühlt“, wie Bürgermeister Markus Fäßler sagt.
„Wir schauen in Dornbirn, dass wir wirtschaftlich, sozial und ökologisch gleichermaßen stark bleiben – und das macht unsere Stadt so lebenswert“, erzählt Fäßler. Seit einem halben Jahr ist er im Amt – „ein Sprung ins kalte Wasser, aber ein positives“, wie er schmunzelnd zugibt. Gemeinsam mit seinem Team arbeitet er daran, Dornbirn fit für die Zukunft zu machen. Große Projekte wie die Erweiterung des Messeparks oder der Masterplan Innenstadt prägen das Stadtbild. Auch bei der Moosmahdstraße geht’s voran – sie wird neu gestaltet, grüner, sicherer und attraktiver.
Doch Dornbirn ist nicht nur Baustelle, sondern immer in Bewegung – im besten Sinn. „Wir feiern nächstes Jahr 125 Jahre Dornbirn – mit Konzerten, einem Sommerfest und natürlich dem traditionellen Martinimarkt“, so Fäßler stolz.
Und dieser Martinimarkt ist für viele das Herzstück des Dornbirner Herbstes. „Das ist unser ältester Markt, heuer schon der 48.“, erzählt Projektleiterin Sabine Gabriel Kofler. Rund 80 Ausstellerinnen und Aussteller verwandeln die Innenstadt in eine bunte Mischung aus Tradition, Handwerk und Geselligkeit. „Da treffen sich alle – Jung und Alt, Einheimische und Gäste. Ich liebe diesen Moment, wenn’s um 8.48 Uhr losgeht und d’Lüt im alta Häs zemm an Riebl eassen,” erzählt sie.
Dornbirn ist aber auch Bildungsstadt – und das Zentrum dafür liegt an der Fachhochschule Vorarlberg. Geschäftsführer Stefan Fitz Rankl blickt stolz auf fast 30 Jahre FHV-Geschichte zurück: „Von einer kleinen Versuchsstation mit 45 Studierenden zu einer Hochschule mit über 1.700 Studierenden und mehr als 100 Forschenden – das ist schon beeindruckend.“ Besonders stark ist die Verbindung zur Praxis: 276 Partnerunternehmen in der Region sorgen für enge Zusammenarbeit, und drei Viertel der Studierenden haben bereits am Tag der Sponsion einen Job in der Tasche. Auch für alle, die nicht an der FHV studieren, öffnet die Hochschule regelmäßig ihre Türen – mit rund 120 Veranstaltungen pro Jahr, von der Kinder-Uni bis zur Langen Nacht der Forschung.
Bei all dem spürt man: Dornbirn ist eine Stadt, die nie stillsteht. Sie wächst, entwickelt sich, bleibt aber immer menschlich. „Wir sind Gewerbe-, Industrie- und Lebensstadt zugleich“, fasst Bürgermeister Fäßler zusammen. „Und wir werden immer klimaresilienter – das ist entscheidend für die Zukunft.“
Wer also glaubt, Dornbirn nur zu kennen, weil er einmal durchgefahren ist – der sollte stehen bleiben, durch die Stadt schlendern, vielleicht ein Konzert besuchen, im Conrad Sohm feiern oder einfach am Marktplatz sitzen und die Atmosphäre genießen. Denn Dornbirn – das spürt man sofort – ist nicht nur Stadt, sondern ein Gefühl.
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